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30tageimnovember: Roya Rahmani – Tante Khorshid erinnert sich

13. Nov./11:00

30tageimnovember: Roya Rahmani – Tante Khorshid erinnert sich

13. NOV.

So, 11:00

Roya Rahmani: Tante Khorshid erinnert sich

Aus dem Leben einer Frau, die vor dem Armenier-Genozid in den Iran flieht. Geschichten aus einem iranischen Dorf.

Die seit dem Jahr 2012 in Deutschland lebende Iranerin Roya (Roghayeh) Rahmani, geboren 1978 in einem Dorf im Westiran, beschreibt das Leben einer 1990 gestorbenen Frau – so, als ob diese alte Frau selbst ihr Leben erzählt -, dem Kinde Roya, das der Seniorin morgen öfters frische Schafmilch vom elterlichen Bauernhof brachte.

„Tante“ Khorshid entstammte einer von beiden Elternseiten nicht gewünschten Verbindung, der Verbindung einer christlichen Armenierin und eines mohammedanischen Türken. Die Mutter der kleinen Khorshid, Sanam, erleidet die Flucht vor der osmanischen Verfolgung der Armenier; Khorshid selbst muss als Kind ebenfalls den Verlust ihrer Heimat erleben, infolge einer Naturkatastrophe. Das Leben hat mehr Schrecknisse als schöne Augenblicke für sie bereit.

Die Autorin verwendet in ihrer Erzählung die als Kind in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gehörten Erinnerungen von „Tante“ Khorshid, spätere Nachforschungen im heimatlichen Dorf und bei Verwandten und Freunden, und dann setzt die Autorin auch ihre Phantasiekraft ein, dort, wo die „Daten“ weniger dicht gewebt sind. Das Schreiben dieser Geschichte half der Autorin über Zeiten hinweg, in denen ihr der deutsche Staat keine Berufstätigkeit erlaubte. Die Autorin konnte schreibend frühe Fähigkeiten wieder lebendig werden lassen; in ihrer Heimat verfasste sie schon als Jugendliche Theaterstücke, die am Gymnasium der Stadt Ashtian aufgeführt wurden; ihr Traum war der einer Moderatorin und Schauspielerin. Ein akademisch ausgebildeter Künstler aus dem Iran, der sich wegen der Häufigkeit seines Nachnamens als „Artist Soleymani“ bezeichnet, will mit seinen Zeichnungen das kindhafte Erleben der kleinen Khorshid nachfühlbar machen.

Eintritt 8 € / 5 €

30 Tage im November

Öffentliche Veranstaltungsreihe vom 27. Oktober bis 04. Dezember 2022

Ein Projekt der AnStifter

Der Blick auf die deutsche Geschichte zeigt, wohin Intoleranz, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit führen können. Heute gilt es mehr denn je, Wissen und Werte zu vermitteln, die uns befähigen, Demokratie und Freiheit immer wieder neu zu fordern, zu bewahren und die Allgemeinen Menschenrechte zu verteidigen! Machen Sie mit!

Erinnerungskultur stärkt die Demokratie: Unsere Initiative versteht sich als ein Lernort der Geschichte. Das Neue darf das Alte nicht verdecken, wenn es gilt, die Geschichte zu verstehen und unsere Gegenwart zu gestalten: An Morgen erinnern.
Wir laden Kulturinitiativen, KünstlerInnen, Kinos und Theater, Büchereien, Schulen und Unis, Kirchen und Gewerkschaften, Verbände sowie die Stadtgesellschaft zum Mitmachen ein: als VeranstalterIn, AkteurIn, als Publikum, VorleserIn, AnStifterIn, als Verantwortliche für Demokratie und Menschenrechte.

Die Reihe will mit Ihnen und Euch, den Kulturschaffenden aus Stadt und Region, auf die Suche gehen, mit Bild, Text und Ton, Theater, Musik und Film, mit Freude an Experimenten, Dialog, öffentlichem Denken und Machen. Die Reihe „Vom Wert der Menschenrechte“ wird bisher von 150 Initiativen, Theatern und anderen Einrichtungen mitgetragen. Zu der Reihe erscheint im Herbst eine 20-seitige Programmzeitung, es gibt Plakate und Flyer, Hinweise über die sozialen Medien, unsere Website und Ihre eigenen Hausprogramme.

Die Website wird laufend aktualisiert:
https://30tageimnovember.de