Roma-Tag Festival: Tribute für Django Reinhardt – Manu Guttenberger and Friends featuring Wawau Adler

2. Apr./20:00
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Roma-Tag Festival: Tribute für Django Reinhardt – Manu Guttenberger and Friends featuring Wawau Adler

2. Apr./20:00

Roma-Tag Festival 2022:

Konzert: Tribute für Django Reinhardt – Manu Guttenberger and Friends featuring Wawau Adler

/ Jazz Manouche

2. APR.

Sa, 20:00

Bis in die Siebzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts kam jeder wesentliche neue Jazzstil aus seinem Mutterland USA – mit Ausnahme eines einzigen, des von Django Reinhardt kreierten Jazz Manouche oder Gypsy Jazz.

Zu den herausragenden Nachfahren Reinhardts gehört seit langem Josef „Wawau“ Adler. Bereits mit neun Jahren entdeckte er die Gitarre für sich; mit zwölf Jahren intensivierte er unter dem Eindruck von Django Reinhardt seine Bemühungen und bereits mit 13 Jahren gab er seine ersten Konzerte. Als Twen wandte er sich auch dem Bebop und dem Fusion-Jazz zu, so dass er heute zu den wenigen Sinti-Gitarristen gehört, die Modern Jazz genauso virtuos beherrschen wie Jazz Manouche. Anlässlich des 110. Geburtstages, welchen Django Reinhardt am 23. Januar 2020 gefeiert hätte, setzte ihm Adler erneut ein musikalisches Denkmal – ein Album mit dem Namen „Happy Birthday Django 110“.

Seit 2016 hat sich Adler besonders intensiv mit Djangos Musik befasst. Touren durch Europa, die USA und Kanada haben für Erfolg und hohen Bekanntheitsgrad gesorgt. Ende 2021 Verpflichtet DC Music School unter Mister Denis Chang Wawau Adler für ca. 50 Online Lehrvideos. In the style of Wawau Adler Vol. 1-3 2022 Erhältlich.

Adler spielte mit Pee Wee Ellis, Biréli Lagrène, Marian Petrescu, Alex Riel, Hono Winterstein, Holzmanno Winterstein, Eva Slongo, André Ceccarelli, Didier Lockwood,  Angelo Debarre, Romane Manetti, Kuno Schmidt, Philipe Catherine, James Carter, Damir Kukuruzovic, Brady Winterstein, Tchavolo Schmitt, Jon Larsen, Andreas Öberg, Rocky Gresset, John Stowell, Jan Prax, Jermaine Landsberger, Torsten Goods und Denis Chang.

DIE GUTTENBERGER BROTHERS

Seit dem Film Chocolat von Lasse Hallström aus dem Jahr 2000 nach der Romanvorlage von Joanne Harris gehört Jazz Manouche längst zum guten Ton der europäischen Kulturwelt vor allem dank Johnny Depps Engagement als musizierendem Rom. In dieser Tradition stehen die Guttenberger Brothers aus Stuttgart. Ohne ihre (Sinti)Wurzeln zu ignorieren ist dieses Ensemble in der Musik weitergegangen und im Heute angekommen. Die Besetzung ist durch Saxophon, Klavier und Schlagzeug zum Jazzbandformat angewachsen, bedient jedoch nach wie vor, durch das Spiel der Sologitarre, sowie ab und an der traditionellen Rhythmusgitarre, das Klischee der Jazz Manouche Band. Die eigenen Titel verfügen über den Charme von Kompositionen eines Django Reinhardts mit den typischen harmonischen Wendungen.

Doch das herausragende der neuen CD #ONE ist der Gesang von Knebo Guttenberger. Neben den beiden Instrumentals „Artellerie Lourde“ von Django Reinhardt und der Uptempo-Nummer „Hart & herzlich“ von Branko Arnšek dürfen alle Titel gern dem Genre „Vocaljazz“ zugeordnet werden.
„I only have eyes“ und „There will never be“ im medium Swing-Tempo sowie die Balladen „I wish you love“ und „Fools rush in“ sind Pendants zu Frank Sinatras Interpretationen in englischer Sprache. Auf portugiesisch singt Knebo den Titel „Otono no rio“ von Ed Motta, dem brasilianischen Stevie Wonder. Im Original als Swingtitel interpretiert haben die Guttenberger Brothers eine Version geschaffen, welche dem Stil Ed Mottas durchaus gerecht wird. Alle anderen Gesangstitel sind in deutscher Sprache und stehen in direkter Konkurrenz zu Herrn Roger Cicero, wie das Jazzpodium schon bemerkt hat. Es werden wichtige Themen behandelt, wie die Sehnsucht in „Es geht nicht ohne dich“ oder die Freundschaft in „Meine beste Freundin“, oder auch Befindlichkeiten der menschlichen Psyche in „Frühlingsgefühle“. Der Titel „Ich hatte geträumt“ ist allerdings ein Beitrag zur aktuellen politischen Situation der Flüchtlingskrise. Es bleibt noch der Titel „Zu zweit“ von Roger Cicero, dem die Guttenberger Brothers sogar noch etwas mehr Biss verleihen.

Die Guttenberger Brothers im Quartett sind:
Knebo Guttenberger – Gesang, Rhythmusgitarre
Mano Guttenberer – Sologitarre
Branko Arnsek – Kontrabass
Stefan Koschitzki – Altsaxophon, Tenorsaxophon, Flöte

Eintritt: 7 EUR

/ Veranstaltungsort: Theater am Olgaeck

/ Einlass 19:30