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Räuber! Freiluft-Theatererlebnis im Bopserwald (D)

20. Jul./16:00

Räuber!  Freiluft-Theatererlebnis im Bopserwald (D)

/ Freiluft

20. Juli

Sa, 16:00

Räuber!

Schiller ist aus Stuttgart nicht wegzudenken. Hoch über Stuttgart am nordwestlichen Bopser-Hang trohnt die Schillereiche. 1865, zu Schillers 60. Todestag, pflanzten seine Stuttgarter Fans hier auf der 408 Meter über dem Meer gelegenen Höhe dem Dichter ihre Eiche, die schnell zum stattlichen Baum wuchs. Der Waldweg führt weiter ins Dickicht des Bopserwaldes, wo früher echte Räuber hausten, da soll der junge rebellische Dichter Schiller seinen Freunden, den jugendlichen Freiheitsschwärmern, im Jahre 1781 aus der Handschrift seines Sturm und Drang Dramas „Die Räuber“ mit all seiner Leidenschaft vorgetragen haben.

Hier, unter den Schatten der jahrhunderte alten Eichen in einem geführtem Rundgang mit mehreren Stationen, spricht Schillers Werk zu uns mit voller Wucht seiner destruktiven Leidenschaft und sucht nach Antworten für die bis heute brisante Frage, wann unbedingter Freiheitswille und Idealismus pervertiert werden und in Terror und Zerstörung umschlagen. Und noch mehr: “Wer bin ich?”

Inspiriert von Schillers rebellischstem Drama „Die Räuber“, erforschen die Darsteller in freier Natur was der Klassiker der Theaterliteratur uns heute noch zu sagen hat.

Ein ca. 2 Kilometer langer, 110-minütiger, in mehreren Stationen durch den Wald geführter Gang voller Begegnungen, Konflikte, Situationen aus dem Drama und historischen Hintergründen ist ein Theatererlebnis der besonderen Art und die beste Unterhaltung im Sommer!

Regie: Marcus Helm

Schauspieler: Andrea Rudolf, Angelo Serdar Basar, Christian Faatz, Kirsten Schulze, Marcus Helm, Stefan Vitelariu, Thomas Herrmann.

Kostüme: Enel Kerler

Produktion: Theater am Olgaeck

Treffpunkt Haltestelle Ruhbank/Fernsehturm (U7/U8/U15, Bus 70).
(Ecke Georgiiweg/Mittlere Filderstrasse)

Für mit dem Auto Angereiste gibt es viele kostenlose Parkmöglichkeiten.

Denken Sie an Trinkwasser und festes Schuhwerk.
Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei, die Route beinhaltet unebenes Gelände.

Karten: 20 € / ermäßigt 15€

Sollte die Vorstellung aufgrund von höherer Gewalt (z.B. unzumutbaren Witterungsbedingungen) abgebrochen werden, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Rückerstattung des Eintrittsgeldes. Wird die Vorstellung in der ersten Hälfte der Aufführung abgebrochen, erhalten die Zuschauer Karten für eine andere Vorstellung. Muss die Vorstellung danach abgebrochen werden, besteht kein Anspruch auf Aushändigung von Regenfreikarten. Diese Regelung gilt für alle Karten.

Termine

Sa 06 Jul
16:00
So 07 Jul
16:00
Sa 13 Jul
16:00
So 14 Jul
16:00

/ entfällt wegen unsicherer Wetterlage
/ bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit für eine beliebige andere Veranstaltung von "Räuber!"

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Sa 20 Jul
16:00
So 21 Jul
16:00
Sa 27 Jul
16:00
So 28 Jul
16:00
Sa 03 Aug
16:00
So 04 Aug
16:00

Premiere: 31.07.2021

SWR Landesschau 5.8.2021:

Termine:

Friedrich Schiller „Die Räuber“

Johann Christoph Friedrich Schiller (1759–1805) ist als bedeutendster deutscher Dramatiker und Balladendichter in die Literaturgeschichte eingegangen. Seine Dramen gehören bis heute zu den meist aufgeführten deutschen Bühnenwerken.

Sein Vater stand als Offizier und Wundarzt, später als Hofgärtner in Diensten des württembergischen Herzogs Karl Eugen (1728-1793). Mit 13 Jahren kam der junge Friedrich auf die von Karl Eugen gegründete Karlsschule in Stuttgart. Die Karlsschule war wegen ihres Drills bei den Schülern gefürchtet. Um dem Drill und der Engstirnigkeit zu entfliehen, las Schiller heimlich Lessing und schrieb in den Nachtstunden sein erstes Stück „Die Räuber”, das er 1781 vollendete und im Selbstverlag herausbrachte.

Herzog Karl reagierte mit Verbot jeder weiterer literarischer Tätigkeit und Reisen ins Ausland. Schiller dürfte Württemberg nicht verlassen. Schiller widersetzte sich und nutzte in der Nacht vom 22. auf den 23. September 1782 eine Feierlichkeit zur Flucht aus Württemberg. Nach Stuttgart ist er nur noch einmal zurückgekehrt.

Die Räuber”

Sein Erstlingswerk schlug schon bei seiner Uraufführung am 13. Januar 1782 in Mannheim wie eine Bombe ein und wurde eine Sensation. Das große Freiheitsdrama verstörte die Zeitgenossen durch seine Wucht, Leidenschaft und Gewalttaten. Dies liegt nicht zuletzt an zwei faszinierenden Charakteren des Stückes: Franz und Karl Moor, die ungleichen Brüder, die beide unterschiedlich, aber letzten Endes dramatisch scheitern. „Die Helden seiner Jugenddramen sind Monstren an Tugend oder Laster, von einer ungeheuren Einmaligkeit und Eindrücklichkeit.“